Häufige Fragen

Worum geht es?

Die Stadt hat den Zuschlag für die Landesgartenschau 2024 erhalten. Stattfinden soll sie auf dem bisherigen Großparkplatz sowie auf dem Gelände zwischen der Autobahn im Osten, der Wöhrmühlinsel (diese eingeschlossen) im Westen, sowie der Unterführung Thalermühlstraße im Norden und dem Stutzen des Kosbacher Damms im Süden. Die Stadt will damit zwei Projekte umsetzen: Die Schaffung eines neuen Stadtteils „Regnitzstadt“ auf dem bisherigen Großparkplatz und ein größeres Angebot von Freizeitflächen.

Verschwinden die Parkplätze?

Auf dem Großparkplatz wird es während und nach der Landesgartenschau mehr Parkplätze als jetzt geben. Diese werden nur anders angeordnet: Statt auf Flächen in Parkhäusern z.B. entlang der Autobahn, wo sie gleichzeitig als Lärmschutz dienen. Als Beispiel: Das marode Parkhaus an der Gerberei enthält die Hälfte aller Parkplätze auf dem Großparkplatz, aber auf einem Bruchteil der Fläche. Lediglich zwei entsprechend große Parkhäuser würden also bereits den Erhalt aller heutigen Parkplätze bedeuten.

Wird ein Naturschutzgebiet vernichtet?

Das Areal der Landesgartenschau umfasst weniger als zwei Prozent des Erlanger Wiesengrundes. Dieser ist ein Landschaftsschutz-, aber kein Naturschutzgebiet. Überdies ist gerade das betreffende Gelände eine seit Jahrhunderten genutzte Kulturlandschaft, die für Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Freizeitbetrieb genutzt wurden und bis heute werden. Dadurch wurde das Gelände tiefgreifend zivilisatorisch überformt, mit allen Folgen, die das für die Ökologie hat.
Die bislang nur kleinen Bereiche, die hochwertige Biotope sind, werden bei der Landesgartenschau geschützt und nicht überplant. Im Gegenteil werden mit der Landesgartenschau einige zusätzliche Flächen ökologisch aufgewertet. Und mit Blick auf den Naturschutz ist noch ein Punkt wichtig: Die Freizeitflächen auf der Wöhrmühlinsel werden den Druck auf die übrigen 98 Prozent des Wiesengrundes „kanalisieren“. Für die Menschen, die derzeit „wild“ auf Flächen drängen, wird ein Angebot geschaffen. Damit können die wirklich hochwertigen Flächen besser geschützt werden.

Wird der Radweg aus Alterlangen unterbrochen?

Nein. Das Landesgartenschaugelände wird zwar eingezäunt und nur gegen Eintritt zugänglich sein. Der Radweg über die Wöhrmühlinsel bleibt aber offen, der Zaun befindet sich links und rechts. Genauso bleiben natürlich auch die Parkplätze und die Zufahrt zum Bahnhof offen.

Warum muss es eine Landesgartenschau sein?

Eigentlich könnte man beide Projekte, „Regnitzstadt“ und „Freizeitflächen“, auch ohne Gartenschau umsetzen. Für die Landesgartenschau sprechen aber drei Aspekte: Zum einen das Event selbst, zu dem rund 1 Million Menschen in die Stadt kommen werden, von denen viele auch die Innenstadt besuchen werden. Zum zweiten gibt es für die Landesgartenschau Fördermittel, die für die Vorhaben – vor allem die Freizeitflächen – eingesetzt werden können. Und zum dritten kann die Landesgartenschau ein starker Motor für diese Entwicklungen sein, weil sie einen festen Termin setzt, bis zu dem alles fertig sein muss: Die Erfahrungen anderer Städte zeigen, dass solch ein Termindruck ungemein hilft, um Synergien zu schaffen, Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, Sponsorengelder einzuwerben und bürokratische Hemmnisse zu überwinden. So lassen sich städtebauliche Projekte konzentriert abarbeiten, die ansonsten immer wieder verschoben oder gar nicht erst angestoßen würden.