Naturschutz und Hochwasser

Die Landesgartenschau findet abseits vom Gelände des Großparkplatzes nicht in einem Naturschutzgebiet, sondern in einem Landschaftsschutzgebiet statt. Massive Gebäude und Flächenversiegelungen dürfen und werden dort nicht entstehen.

© Stadt Erlangen

Natürlich umfasst das Areal an der Wöhrmühle auch ökologisch hochwertige Flächen, die erhalten und geschützt werden müssen. Dazu wird eine ökologische Kartierung erstellt. Die Planungen werden dann auf diese Flächen Rücksicht nehmen und die Besucherinnen und Besucher an ihnen so vorbeiführen, dass diese Räume nicht beeinträchtigt werden. Weitere Flächen, vor allem an den Uferbereichen, können durch neuen Schutz und eine Extensivierung ihrer Nutzung ökologisch aufgewertet werden.

Sehr wahrscheinlich keine ökologisch hochwertige Fläche ist der südliche Bereich der Wöhrmühlinsel. Hier wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben. Es handelt sich also bei ihr wie beim gesamten Areal um eine Kultur-, nicht um eine Naturlandschaft. Einige Uferzonen gilt es aber auch hier zu schützen. Andererseits sollen die neuen Freizeitflächen aber gerade auch dazu dienen, die Freizeitnutzung zu „kanalisieren“ und die ökologisch hochwertigen Flächen, die es im Wiesengrund gibt (z.B. an den Seelöchern), vor Zerstörung durch Menschen zu schützen, die ihre Freizeit im Freien verbringen wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Regnitzgrund ist außerdem natürlich Hochwassergebiet. Daher dürfen dort auch während der Landesgartenschau nur provisorische Bauten (etwa hölzerne Kioske und Podeste) errichtet werden, die entweder ein Hochwasser problemlos überstehen oder die schnell entfernt werden können. Auch das ist aber bei anderen Landesgartenschauen, beispielsweise in Bamberg, schon problemlos gelungen. Sollte es während der Landesgartenschau ein Hochwasser geben (was im Sommer sehr selten und allenfalls während weniger Tage vorkommt), würde der Teil der Landesgartenschau, der im Regnitzgrund stattfindet, natürlich vorübergehend geschlossen.