Regnitzstadt: Ein neuer Stadtteil für Erlangen

Mit der „Regnitzstadt“ soll Erlangen einen neuen Stadtteil auf dem bisherigen Großparkplatz bekommen.

Parkplätze bleiben erhalten

Dabei sollen die Parkplätze keineswegs verschwinden, im Gegenteil: Es wird während und nach der Landesgartenschau mehr Parkplätze geben als zuvor. Das gelingt, indem die Parkplätze neu angeordnet werden: Statt bisher weitgehend in der Fläche künftig in Parkhäusern. Die Parkhäuser können gleichzeitig, wenn sie an der Autobahn oder auch der Bahnlinie stehen, einen wirksamen Lärmschutz darstellen, und mit begrünter Fassade auch das Viertel schöner machen.

Ein Zahlenbeispiel zu den Parkplätzen: Allein das marode Parkhaus an der Gerberei enthält die Hälfte aller Parkplätze des heutigen Großparkplatzes, belegt aber nur ein Fünftel seiner Fläche. Andersherum: Bereits ein zweites Parkhaus derselben Größe würde genügen, und es ergäbe sich ohne einen Verlust an Parkplätzen viel mehr freie Fläche für eine sinnvollere Nutzung.

Während der Landesgartenschau: Zugang, Park- und Ausstellungsfläche

Mit den neuen Parkhäusern und einem neugestalteten Vorplatz am Bahnhof und den Busparkplätzen ist der bisherige Großparkplatz der Ort, an dem die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau ankommen werden. Hier wird es daher auch Einrichtungen wie zentrale Informationen, Ticketschalter und möglicherweise auch kleinere Gastronomie geben. Außerdem wird ein Teil des bisherigen Großparkplatzes auch als Ausstellungsfläche für die „Blumenschau“ dienen. Hier zeigen Gärtnerinnen und Gärtner während des Eventzeitraums verschiedene Pflanzideen vor allem für blühende Pflanzen.

Dabei wird der Großparkplatz so geplant, dass weiterhin auch diejenigen dort parken können, die nicht zur Landesgartenschau, sondern in die Innenstadt wollen. Und natürlich wird man auch weiterhin zu Fuß, mit dem Fahrrad und (so wie bisher) mit dem Auto zum Bahnhof kommen und auch sein Fahrrad dort abstellen können.

© Stadt Erlangen

Nach der Landesgartenschau: Ein neuer Stadtteil

Nach der Landesgartenschau wird der Großparkplatz zum neuen Stadtteil: Die für die Landesgartenschau gebauten Parkhäuser bündeln die bisherigen Parkplätze. Auf den dadurch frei gewordenen Flächen können Wohn- und Bürogebäude entstehen. Beides wird in Erlangen dringend benötigt: Wohnungen sind knapp und sehr teuer, und innenstadtnahe Wohnlagen sehr gefragt. Aber auch der Bedarf an Büroflächen ist hoch: Viele – gerade die kleinen und innovativen – Unternehmen und Neugründungen in der Stadt suchen händeringend nach Flächen, auf denen sie sich ansiedeln können. Auch dafür soll die „Regnitzstadt“ Raum bieten.

Was es in der „Regnitzstadt“ nicht geben wird: großflächigen Einzelhandel. Wer einkaufen will, wird weiterhin dort (dann in den Parkhäusern) parken und in die Innenstadt gehen.

Rund um den Bahnhof wird es eine „Mobilitätsdrehscheibe“ geben. Hier kann man zwischen Bahn, Stadt-Umland-Bahn, Fahrrad und Auto, aber voraussichtlich auch weiterhin einigen Regional- und Fernbuslinien umsteigen.

Die für die Landesgartenschau geplante neue Wegeverbindung vom Bahnhof geradeaus über die Autobahn (es entsteht eine Brücke über die Autobahn) in den Regnitzgrund soll auch nach der Landesgartenschau als „grüne Achse“ die Innenstadt mit dem Wiesengrund und den neuen Freizeitflächen auf der Wöhrmühlinsel verbinden.