Wöhrmühlinsel: Eine Insel für Kultur und Freizeit

Auf der Wöhrmühlinsel sollen anlässlich der Landesgartenschau Kultur- und Freizeitflächen entstehen, die über 2024 hinaus bestehen bleiben und die Lebensqualität für alle Erlanger nachhaltig steigern.

Landesgartenschau: Regnitzwiesen, „Essbare Landesgartenschau“ und Freizeit

Die Wöhrmühlinsel und die Fläche zwischen Autobahn und der Insel wird die zentrale Landschaftsfläche der Landesgartenschau sein. Während die „Blumenschau“ auf dem bisherigen Großparkplatz stattfindet, wird im Regnitzgrund die Natur erlebbar (und erhalten) sein: Über eine neue Autobahnbrücke oder eine deutlich verbreiterte Unterführung kommen die Besucherinnen und Besucher in den Regnitzgrund und werden dann über den bereits heute vorhandenen Weg durch die Vielfalt der Regnitzwiesen zwischen Kulturlandschaft und renaturierten Auen am Fluss hindurchgeführt.

Auf der südlichen Wöhrmühlinsel, die bisher kaum zugänglich ist und nur der Landwirtschaft dient, könnte dann ein neuer Stadtgarten unter dem Motto „Essbare Landesgartenschau“ entstehen: Hier zeigt die Kultivierung heimischer Nutzpflanzen auf, wie sich auch Stadtbewohner naturnah und saisonal ernähren können können: Durch Obststräucher und -bäume beispielsweise, deren Früchte die Besucherinnen und Besucher natürlich auch ernten können und die zugleich für mehr Artenvielfalt und Biodiversität sorgen.

Überdies könnten auf der südlichen Wöhrmühlinsel Freizeitflächen entstehen, auf denen auch Freizeitsport möglich ist. Zudem soll es hier Spielplätze für Kinder geben.

Über einen neuen Steg am „Möbius+Ruppert“-Gelände vorbei gelangen die Besucherinnen und Besucher von der südlichen auf die nördliche Wöhrmühlinsel, den früheren Campingplatz. Hier wird die schon bestehende Freizeitfläche zu einem Kulturbiergarten weiterentwickelt, der während der Landesgartenschau nicht nur die Gastronomie, sondern auch eine Bühne beherbergen wird. Hier findet das Kulturprogramm der Landesgartenschau statt, in welches sich die vielen Erlanger Vereine intensiv einbringen können.

Dazwischen, auf dem Weg von der Süd- zur Nordseite der Wöhrmühlinsel, werden die Besucherinnen und Besucher kurz das Landesgartenschaugelände verlassen: Denn natürlich bleibt der Fuß- und Radweg aus Alterlangen über die Wöhrmühlinsel zur Innenstadt auch während der Landesgartenschau frei zugänglich.

© Stadt Erlangen

Nach der Landesgartenschau: Freizeitflächen auf der Wöhrmühlinsel

Nach der Landesgartenschau werden die Flächen zwischen Autobahn und Regnitz wieder so genutzt wie zuvor, das heißt hauptsächlich von der Landwirtschaft bewirtschaftet. Die Flächen, die ökologisch aufgewertet worden sind, zum Beispiel als Auen, bleiben aber als Naturräume erhalten.

Erhalten bleiben ebenfalls die Freizeitflächen auf der südlichen Wöhrmühlinsel, und im Norden bleibt der ehemalige Campingplatz eine Freizeitfläche mit Kulturbiergarten. Damit sollen zwei wichtige Anliegen dauerhaft gesichert werden: Zum einen ein Angebot für die vielen Menschen gerade aus der Innenstadt, die vor allem im Sommer auf Freizeitflächen ins Grüne wollen und sich teilweise heute auf Bohlenplatz, Bürgermeistersteg und im Schlossgarten drängen. Zum zweiten aber auch eine Entlastung der hochwertigen Naturflächen im Wiesengrund vom Freizeitdruck: Denn immer mehr Menschen drängen derzeit „wild“ in den Wiesengrund, um dort zu spielen oder zu picknicken. Damit schaden sie aber nicht nur der Landwirtschaft, sondern gefährden auch wichtige Naturräume. Mit dem Angebot von Freizeitflächen, die durch die bisherige intensive landwirtschaftliche Nutzung keine wertvollen Naturraum darstellen, können diese gefährdeten ökologisch hochwertigen Flächen dauerhaft erhalten werden.